Knapp einen Monat ist es her, dass wir die liebe Mangaka Inga Steinmetzmit ihrem bezaubernden Werk „Schneeballens Fall“ bei uns begrüßen durften. 

Um uns für das zahlreiche Erscheinen und diesen tollen Tag bei euch und bei Inga Steinmetz zu bedanken, haben wir uns ein paar Fragen für Inga überlegt und verraten euch nun ihre Antworten: 


 

- Wann kam für dich der Moment, in dem du dir gedacht hast "Ich würde gerne einen Manga zeichnen und veröffentlichen"? Gab es dafür einen Auslöser?

„An das Veröffentlichen habe ich erst spät gedacht. Das war auch nie mein Ziel, als ich angefangen habe, zu zeichnen. Ich mochte einfach diesen Anime-Stil, den ich aus dem Fernsehen kannte und als ich irgendwann eine Kurzgeschichte des japanischen Zeichners Mitsuru Adachi gelesen habe, wuchs in mir der Wunsch, mich auch mal an einem „Manga“ zu versuchen. Als die Verlage begannen, deutsche Zeichner zu veröffentlichen, wollte auch ich mein Glück versuchen und habe es ebenfalls probiert. Nach langer, langer Zeit hat es dann auch geklappt und zwar mit „Manga Fieber“ bei Tokyopop.“


 

- Was würdest du sagen, welcher Manga bzw. Anime dich am meisten geprägt hat/ dich nicht mehr loslässt? 

„Viele alte Animes haben mich geprägt, z.B. Sailor Moon, Robin Hood, das „World Masterpiece Theatre“. Alles, was damals so im deutschen Fernsehen lief. Meine Erzählweise ist vermutlich von den ganzen Geschichten geprägt, die ich so konsumiere; also Bücher, Serien, Videospiele. Ich liebe Geschichten in jeder Form. Die Themen kommen immer aus mir selbst aber oftmals geht es um interessante Schauplätze, Liebe und Abenteuer.“


 

- Wie viel Zeit ist bei deinem aktuellen Werk "Schneeballens Fall" von der Idee bis zur Fertigstellung, vergangen?

„Die Kurzstrips in „Schneeballen“ entstanden zu meiner Zeit in Korea, also 2013. Den Rest habe ich 2014 gezeichnet, in etwa 6 Monaten. Dann vergingen nochmal vier Monate, bis das Buch in den Läden war. Diese Wartezeit ist nicht einfach für den Zeichner, haha.“


 

- Wie war es für dich "Schneeballen" zu begleiten (z.B bei der Ideenentwicklung, Fertigstellung, Produktion, Veröffentlichung, Signierstunde,...)? 

„Bei keinem meiner Werke habe ich ein derart positives Echo bekommen, auch von Leuten, die vorher nie Manga gelesen haben. Das war eine unbeschreibliche Erfahrung. An sich war diese teils autobiographische Erzählweise sehr spannend für mich als Schreiber. Manche Dinge gestalten sich anders, z.B. der Plot, der ja irgendwie durch die Realität vorgegeben ist. Da Schneeballen ein Buch voller Metaphern und Symbolik ist, war gerade die Optik eine große Herausforderung.“



- Spätestens seit dem Titel "Schneeballens Fall" ist bekannt, dass du Schneeballen für dein Leben gerne isst, aber: Wie viele Schneeballen hast du in deinem Leben schon gegessen? 

„Ich habe nur in Korea mal einen koreanischen Schneeballen probiert, habe mir aber fest vorgenommen, dieses Jahr nach Rothenburg zu reisen, der Geburtsstadt der Schneeballen.“



- Wohin könntest du dir die nächste Reise von Schneeballen vorstellen? (bzw. steht bei dir eine nächste große Reise an, die Schneeballen miterleben könnte?)

„Schneeballen könnte sicher noch was zum Thema Japan sagen, denn dorthin ist ihre Autorin ja auch mal gereist … Mal sehen!“


 

Und zum Abschluss würden wir gerne wissen: Worauf können sich deine Fans in Zukunft freuen? 

„Ich werde sicher Zeit meines Lebens zeichnen und erzählen. Wenn es sich ergibt, gerne auch mit Schneeballen als Hauptfigur. Ansonsten geistern noch viele Ideen in meinem Kopf herum. Seit etwa zwei Jahren schreibe ich an einem Projekt, das als Online-Comic starten soll aber die offiziellen Projekte fressen immer die Zeit dafür, was mich natürlich freut! Ich bin noch immer sehr dankbar für das Leben, das ich führen darf und auch stolz, dass ich bis hierhin „durchgehalten“ habe. Ich sehe der Zukunft als Schreiber und Zeichner positiv entgegen.“


 

Vielen Dank Inga, für das Interview. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg für deine weiteren Projekte! 

Wir bedanken uns herzliche bei Carlsen Manga für die Zusammenarbeit.


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